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Kleine Leute klettern eine Leiter hinauf, mitten in der Stadt galoppieren Wildpferde und es weiden Gänse. Drei Nächte lang wird Dülmen von Gestalten aus seiner Historie und seinen Legenden bevölkert. Alle diese Gestalten sind auf die Fassaden der Gebäude gezeichnet – mit Licht.
Diese ungewöhnliche Technik hat die Künstlerin Nikola Dicke entwickelt. Als Zeichnerin erprobt sie grenzüberschreitende Verfahren und lotet die Möglichkeiten der Zeichnung aus. Mit Licht zeichnet sie, indem sie Glas schwärzt und daraus ihre Motive kratzt. Ihre Lichtinstallationen entstehen aus diesen handgezeichneten Miniaturen. In ihren aus Diaprojektoren und Scheinwerfern gebauten Installationen weiten sich ihre Miniaturen zu raumgreifenden wie raumverändernden Licht-Zeichnungen. Nikola Dickes Arbeiten sind immer direkt auf den Ort bezogen. Sie hinterfragen nicht nur alltägliche Sehgewohnheiten, sondern ermöglichen neue und faszinierende Seh-Erlebnisse. Zum Finale des Dülmener Sommers finden sich ihre Licht-Zeichnungen am Rathaus, in der Scharre, an der Viktorkirche, am Nonnenturm, am Lüdinghauser Tor und an der Kreuzkirche.
In einem nächtlichen Spaziergang können Sie diese bekannten Orte erkunden und mit neuem Blick wahrnehmen. Dabei haben Sie die Gelegenheit, auf dem Kirchplatz von St. Viktor und an der Heilig-Kreuz-Kirche auf ein Glas Wein oder eine kühle Erfrischung inne zu halten.
Nikola Dicke studierte an der Kunstakademie Münster bei Michael van Ofen und Ludmilla von Arseniew, deren Meisterschülerin sie ist. Für ihre künstlerische Arbeit, die in Ausstellungen europaweit zu sehen ist, erhielt sie bereits zahlreiche Preise und Stipendien.
Weitere Informationen unter: www.nikoladicke.de
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